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Habeck, Robert
Casimir Ulrich Boehlendorffs Gedichte
Eine stilkritische Untersuchung
(Königshausen u. Neumann) ISBN 3-8260-1280-1
Paperback
138 Seiten - 23,5 × 15,5 cm

Die Schriften des 1775 in Kurland geborenen Schriftstellers Casimir Ulrich Boehlendorff sind heute kaum mehr Experten für die deutsche Romantik bekannt. Der Name „Boehlendorff“ hingegen ist vor allem für die Hölderlin-Forschung von großer Bedeutung, da zwei wichtige poetologische Briefe Hölderlins an Boehlendorff erhalten sind. Bislang jedoch blieb ungeklärt, wieso gerade Boehelendorff Hölderlins Gegenüber bei der ästhetischen Reflexion des eigenen Schreibens war. Durch eine subtile Analyse der Gedichte Boehlendorffs gelingt es Habeck nachzuweisen, daß mit Boehlendorffs Werk ein ambitionierter, ernstzunehmender, eigenständiger und eigenwilliger Beitrag zur literarischen Debatte der Goethezeit vorliegt. Dabei macht sich Habeck nicht von vornherein zum Anwalt eines zu Unrecht vergessenen Dichters, sondern diskutiert die Schriften Boehlendorffs vor dem philosophisch-ästhetischen Problemhorizont um 1800. Der Autor Robert Habeck studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg, Roskilde und Hamburg. Er promoviert an der Universität Hamburg über Die gattungstheoretische Begründung literarischer Rationalität.

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Zum Thema:
Ich träum den Hafen, wo die Welle ruht - Das tragische Leben des Casimir Ulrich Boehlendorff

Afterlives of the Poets
von Andrea Paluch
Mattes Verlag GmbH (Januar 2002)
http://www.mattes.de/mainframe.html

Ziel der Arbeit ist es, ein Modell zu erarbeiten, das die Systemtheorie von Niklas Luhmann gewinnbringend für die literaturwissenschaftliche Textanalyse einsetzt. Luhmann beschreibt Kunst als strukturelle Kopplung von Bewußtsein und Kommunikation, unterläßt es aber seinem soziologischen Ansatz gemäß, diese Annahme für die konkrete Textanalyse fruchtbar zu machen. Die hier verfolgte Fragestellung geht hingegen nicht in die Richtung einer soziologischen Untersuchung, etwa die evolutionäre Ausdifferenzierung des Systems Lyrik, sondern beschäftigt sich mit der Ausarbeitung eines systemtheoretischen Begriffsinstrumentariums für den Bereich der Gedichtanalyse. Die Fokussierung auf die Gattung Lyrik liegt darin begründet, daß für den Roman und das Drama bereits ähnliche Versuche unternommen wurden. Desweiteren ist das Potential, das in der Ausarbeitung eines dreigliedrigen Selbstreferenzmodels liegt, besonders deutlich an Gedichten zu entfalten, weil Lyrik sich durch besonders prononcierte Selbstreferenz von den anderen Gattungen abhebt.
In der zeitgenössischer Lyrik treten verstärkt selbstreferentielle Tendenzen auf, die sich nur ungenügend mit dem Begriff postmodern charakterisieren lassen. Der Poststrukturalismus beschreibt Selbstreferenz als eine sich fortwährend entziehende Leerstelle, die es verhindert, mit anderen Referenzen in Zusammenhang gebracht zu werden und die die Voraussetzung für letztendlich unbeschreibbare Paradoxa darstellt. Im Gegensatz dazu benutzt die Systemtheorie den Begriff der Selbstreferenz immer in Differenz zu Fremdreferenz, so daß es reine Selbstreferenz nicht geben kann.

Die Natur der Literatur. Zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität
Von Robert Habeck
Königshausen u. Neumann (Juli 2001)
Taschenbuch / Sprache Deutsch

Habeck grenzt literarische Verstehens- und Deutungsmuster gegen die visuellen Darstellungsformen neuer Medien ab. Die Untersuchung schließt an aktuellste medientheoretische Debatten an, nimmt aber in zweierlei Hinsicht eine Gegenposition zu den im Schwange befindlichen Theorieansätzen ein. Zum einen versucht sie nicht, eine alle Darstellungsformen unter seinen Begriff subsumierenden Rahmen zu schaffen, sondern die jeweilige Eigenständigkeit unterschiedlicher Kunstformen herauszuarbeiten. Zum anderen begründet sie deren Bedeutung nicht mit dem ontologischen Begriffsarsenal, sondern durch eine konstruktive Reformulierung überkommener Methoden. Schließlich fluchtet sie die gattungstheoretischen Fragen auf einen kulturellen Focus. Als tertium comparationis dient der Begriff der Natur, der als Anschauungsraum verstanden, zu verschiedenen Zeiten verschiedene Füllungen erhalten hat, die nicht unabhängig von dem jeweils dominanten Darstellungsmedium sind.

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