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Körber-Akademie Junge Talente


31. Mai bis 4. Juni 2010
Internationale Jugendbildungsstätte Schersberg
Workshop: „Heldenstories schreiben“
Leitung: Andrea Paluch

Wir veröffentlichen hier einige der bei dem Workshop entstandenen Texte, meistenteils Szenen einer jeweils längeren Geschichte:


Hastig öffnete ich die Tür und raste die unter meinen Schuhsohlen quietschenden Treppenstufen hinauf. Auf den Fluren war weit und breit keine Menschenseele mehr zu sehen. Meine Armbanduhr zeigte schon kurz nach Acht an. Mist! Völlig außer Atem stand ich nun vor unserer tomatenroten Klassentür und klopfte vorsichtig an. Als mich niemand hereinbat, öffnete ich zaghaft die Tür. Mein vom Regen nasses Haar klebte mir an der Stirn und einige Regentropfen rannen mir die Wangen herunter. „Svenja Martens!“, hörte ich meine immer genervte Lehrerin Frau Fehrensen sagen, „das bedeutet wohl nachsitzen, meine Liebe. Du bist zum 3. Mal in diesem Monat zu spät. Freitag 8/9 Stunde.“ „Aber...“, widersprach ich, doch mit einer entschlossenen Handbewegung signalisierte mir die Fehrensen, dass ich wohl keine Chance hätte. Na toll!

Zerknirscht setzte ich mich auf meinen Platz in der letzten Reihe, zog meine triefende Jacke aus, packte unmotiviert meine Geschichte- Sachen aus und rückte meine flaschengrüne Brosche zurecht, die meine schlichten Klamotten ein wenig aufpeppelte. Mein Blick schweifte durch die Klasse und blieb an einem mir unbekannten Hinterkopf hängen. Wer war das? Ich tippte Elea an, die eine Reihe vor mir saß und gelangweilt einen gelben Füller, der mit pechschwarzen Nagellackflecken übersät war, in ihren Fingern drehte „Wer ist das?“, wisperte ich ihr leise zu und sah sie fragend an. „So'n Pole“, antwortete sie im Flüsterton, „der ist komisch. Na ja, Pole halt.“

Maren (13)


Einsam standen die letzten Häuser, die bisher von den feindlichen Bomber-Flugzeugen wie durch ein Wunder verschont geblieben waren, zwischen den Trümmern der einstigen Bauten, als hätte sie Gott selbst beschützt. Bei vielen Gebäuden fehlte eine ganze Wand, es war nicht zu erkennen, dass es dort mal eine Wand gegeben hatte. Einige Dächer bestanden nur noch zu einzelnen Stücken und Decksteine lagen wie scharfe, tödliche Glassplitter auf dem Asphalt verstreut. Diese Ruinen waren traurige Beweisstücke für ein längst vergangenes Zeitalter, eine Zeit ohne Bomben, Maschinengewehre und das immer wiederkehrende, furchteinflößende Knattern der Flugzeugmotoren und das gleichzeitige Heulen der Alarmsirenen, das danach klang, als ob die Stadt mitweine.
Dennoch herrschte großes Treiben. Die mächtigen Lastwagen fuhren vorüber, bahnten sich ihren Weg durch das Unglück und Elend um sie herum.
Ein junges Pärchen spazierte vorbei, ein Soldat mit einem hübschen Mädchen im Arm, sie sahen glücklich und verliebt aus, doch auch diese fröhliche Szenerie wurde ertränkt von dem Gewehr, das der Soldat auf dem Rücken trug.
Es war 16 Uhr am Nachmittag und dennoch traute sich die Sonne nicht, die Wolkendecke zu durchbrechen und den grauen Himmel, der wie Asche und Tod wirkte, mit Licht und Leben zu durchfluten. Diese Straßen waren ein einziges Bild von Angst, Trauer und unschuldigem Tod.

Josef (14)


Mit gemischten Gefühlen klopfte Jana an die alte, verschrammte Holztür. Sie war sich immer noch nicht sicher, ob es die richtige Entscheidung gewesen war hierher zu kommen. Schließlich kannte sie diese Frau nicht und woher wollte sie wissen, ob sie die Wahrheit erzählen würde.
Ein lautes Türknarren riss Jana aus ihren Gedanken. Eine alte, verrunzelte Frau hatte die Tür geöffnet und musterte sie nun von oben bis unten. „Bist du Jana?“ fragte die Alte mit einer tiefen, heißeren Stimme. Jana schluckte. Sie hatte sich die Frau anders vorgestellt. Etwas jünger und na ja vielleicht auch etwas schöner.
„Und?“ fragte die alte Frau ungeduldig. „Äh….ja“ antwortete Jana schnell, ohne jedoch die Augen von der Frau abzuwenden, die ihr auf irgendeine Weise bekannt vorkam. Die Frau lächelte kurz und gab Jana mit einer schnellen Handbewegung zu verstehen, dass sie eintreten solle. Jana drehte sich noch einmal kurz um, blickte auf die Autos, die in rasendem Tempo am Haus vorbeifuhren, und folgte dann schließlich der Aufforderung.

Anna (14)


Vaterlos

„Bitte denk nichts Falsches von mir. Irgendwann wirst du es erfahren und mich dafür hassen, aber denk bitte daran: Ich habe das alles nur für dich getan und solange ich versteckt bleibe wird es niemand erfahren. „

Ihre tauben Finger umklammerten das dünne Stück Papier. Es war ein Brief. Der Umschlag, an sie adressiert, lag aufgerissen auf der alten Eichenkommode. Sie hatte ihn oberhalb im Regal zwischen den modrigen, dem Alter entsprechend aussehenden Büchern gefunden, an dessen Buchrücken der Einband abblätterte.
Es war ein Stück Papier, das so viel in ihr anrichtete, wie sie es sich niemals hätte träumen lassen.
Der Atem blieb ihr im Halse stecken, ihr Magen zog sich unwillkürlich zusammen und unter ihrer Last schienen ihr die Knie weich zu werden als würden sie ihrem Gewicht nicht mehr standhalten wollen.
Alles begann sich zu drehen. Ihre Gedanken als auch das verstaubte, alte Zimmer in dem sie sich befand, drehten sich im Kreis – wie in einem Kettenkarussell.

Lena (15)


Aufgebracht fuhr Mila nach Hause. Sie war so wütend, dass sie die dunklen schweren Wolken über ihr gar nicht bemerkt, die langsam die Sonne verdeckten. Zu Hause angekommen stapfte sie immer noch wütend die Treppenstufen zur Wohnung hinauf und knallte die Tür hinter sich zu. Erst jetzt hörte sie die Regentropfen, die wie trommelnde Finger auf die Fensterscheiben prasselten und den darauf folgenden ohrenbetäubenden Donner. Er war so laut, dass Mila sich kurz fragte, wie er sich wohl draußen anhörte. Doch dann sah sie ihre Mutter, die gerade aus der Küche kam, und die unglaubliche Wut, die sie gerade verspürt hatte, überfiel sie erneut. „Wo warst du?“, fragte ihre Mutter in einem Ton, der Mila nur noch wütender machte als sie ohnehin schon war. Als ob Milas Mutter ihre Gefühle auf der Stirn lesen konnte kam sie auf sie zu und sagte in einem etwas ruhigeren Ton: “Ich dachte wir könnten über alles reden.“ „Das musst du gerade sagen“, antwortete Mila in einem Ton, der ihre ganze Wut widerspiegelte. „Wer hat mir denn nicht erzählt, dass Frank gar nicht mein Vater ist?“ fragte sie. Aus dem Gesicht ihrer Mutter war alle Farbe gewichen und sie sah aus, als ob sie sich gleich übergeben müsste. Doch Mila kam gerade erst so richtig in Fahrt. „Ja, damit hättest du nicht gerechnet, was? Ach meine Tochter ist so dumm, die kommt bestimmt nicht darauf, dass Frank gar nicht ihr leiblicher Vater ist“, äffte sie die Stimmer ihrer Mutter nach.

Hanna (14) und Britta (14)


Ein langsames aber nachdrückliches Klopfen riss mich aus meinen Gedanken. Mit einem Mulmigen Gefühl erhob ich mich aus dem Sessel und schritt der Tür und meinem Schicksal entgegen. Der Anblick von acht Männern der Waffen-SS samt Offizier überraschte mich nicht, denn ich war ein Hochverräter. Das verstecken von Juden ist laut Goebbels Propaganda mit dem Tode zu sühnen. Ohne ein Wort traten die Männer ein. Das bevorstehende Verhör war nur eine scheinheilige Fassade. Im Grunde war mein Tod bereits beschlossene Sache. Es ist nicht nötig zu erwähnen, dass die SS-Leute keine Maßnahmen scheuten mich zu foltern und zu demütigen. Durch die Schmerzen fühle ich mich nicht mehr wirklich lebendig, eher wie eine zerstörte Hülle mit einer ebenso zermürbten Seele. Der Tod wird eher eine Art Erlösung sein. Durch die Betäubung und das Blut welches überall klebt vernehme ich das Brüllen des Offiziers ganz leise und fern: „Ich frage dich ein letztes Mal, du entarteter Pole! Wo hast du die Juden hingebracht?“ Keine Antwort. Mein Tod ist sicher, wobei sie … noch überleben können. Ein neuer Schlag mit dem Gewehrkolben und ich fühle wie frisches Blut über mein Gesicht läuft. Sie packen mich an den Armen und richten mich auf. Die SS- Exekution verläuft entgegen des Vorspiels kurz und schmerzlos, ein Genickschuss. Die Pistole wird an meinen ersten Halswirbel gedrückt. Ich habe die richtige Entscheidung getroffen! Der Ruf des Offiziers hallt in meinem Kopf wieder: „Schuss!“

David (15)


Es ertönte der laute Befehl: „Anlegen! Und Schuss!“ Das Ziel der Nazi-Soldaten, ein entflohener Häftling, schrie kurz auf, fiel zu Boden und war tot. Die Spannung löste sich in Schadenfreude auf und artete schließlich in lautes Gelächter aus.
Nur einer lachte nicht. Der zweiundvierzig-jährige Landwirt Oscar, welcher in Südpolen ein kleines Stück Land bewirtschaftete, empfand nur Abscheu für das sadistische Verhalten der Nazis, die er seit ihrem Einmarsch 1939 kannte.
Langsam setzte sich der eiserne Transportzug wieder in Bewegung. Er hatte zuvor angehalten, was einem jüdischen Häftling die Möglichkeit zur Flucht gewährt hatte.
Es kehrte wieder Ruhe in die idyllische Landschaft ein. Oscars Haus stand, umringt von Weiden und Feldern, in der Nähe eines dichten Nadelwaldes und wirkte inmitten dieser schier endlosen Weite noch kleiner und ärmlicher als es in Wirklichkeit war. Diese Weite wurde jedoch durch den Grenzzaun aus Stacheldraht unterbrochen, welcher das Gebiet um das deutsche Konzentrationslager abriegelte. Ebenso fremd war in dieser Idylle das rostige Bahngleis, das sich ähnlich einem Geschwür durch die grüne Landschaft entlang des Bauernhofes fraß und auf welchem der gepanzerte Transportzug häufig Nachschub und Häftlinge einfuhr. Am Horizont sah man den konstant emporsteigenden Rauch des Lagers, der sich wie ein schwarzer Nebel auf dem blauen Himmel ausbreitete.
Oscar wusste aus Gerüchten, dass er aus den Krematorien stammte, in den die Leichen der Inhaftierten verbrannt wurden. Nur sehr schwer konnte er sich von dem Anblick des exekutierten Flüchtlings, dessen Leichnam die Soldaten einfach mit Benzin übergossen und angezündet hatten, losreißen. Seine verschmorten Körperteile lagen noch immer im Staub und Oscar machte sich die Mühe sie zu vergraben.

Mit jeder Sekunde wuchs sein Hass auf die Nazis und zugleich sein Verlangen den im Konzentrationslager gefangenen Menschen zu helfen. Doch immer wieder brandete sein Gedankenstrom an der Tatsache, dass er als einzelner Bauer der immer noch starken Militärmacht nichts entgegenzusetzen hatte.
Deutschland musste zwar Niederlagen verschmerzen und Territorien einbüßen, er hatte von der Niederlage an der Ostfront, der Eroberung Roms und dem Landen der Alliierten in Nordfrankreich gehört, war allerdings in Polen noch immer sehr präsent, sodass sich die Befreiung des Landes noch hinauszögern sollte.

Gedankenversunken betrat Oscar sein Haus und setzte sich an den hölzernen Tisch, der ähnlich dem restlichen Haus an Altersschwäche litt. Die Sonne war bereits am Horizont verschwunden. Nach einiger Zeit setzte sich Oscar in den alten Ohrensessel, der schon abgesessen und kaputt war. Die einzige Lichtquelle in dem Raum war ein Feuer, das in einem Kamin vor sich hin knisterte.
Er war schon immer ein eher ruhiger Typ gewesen, doch so wie er jetzt lebte, war es nicht immer gewesen. Seit seiner Kindheit hatte er den Traum gehabt, einmal Landwirt zu sein. Als er 30 Jahre alt war, starb sein Vater und hinterließ ihm dieses Stück Land. Dort baute Oscar ein Haus. Richtige Freunde hatte er zwar noch nie, aber er war zufrieden.

Bis 1939 die deutschen Soldaten in Polen einfielen. Schnell hatten sie große Teile des Landes erobert und waren auch bis Südpolen vorgedrungen.
Sie töteten ihn zwar nicht, zwangen ihn aber Abgaben an die Nazis zu leisten. Er war zwar gar nicht damit einverstanden, aber was sollte er machen. So lebte er nun schon fast 5 Jahre unter ihrer Herrschaft. Oft hatte er sich gefragt, wann diese Unterdrückung zu Ende sein würde.
Und noch öfter hatte er darüber nachgedacht, ob den Leuten, die in das Lager gefahren wurden, nicht zu helfen sei. Diese Frage beschäftigte ihn jetzt schon seit einigen Monaten, aber er wusste nicht, was er tun könnte. Ob überhaupt jemand aus dem streng bewachten Gebiet entkommen konnte?
Und wenn ja, was sollte er tun? Wenn die Nazis erfuhren, dass er Flüchtlingen geholfen habe, würde er im besten Fall selber einer oder er würde getötet werden. Aber er wusste nicht genau, was durch die Deutschen hinter den Absperrungen geschah.
Immer wenn er in die Stadt fuhr um das nötigste einzukaufen, hörte er Gerüchte über das Lager. Welche er glauben soll, weiß er selber nicht genau, doch er denkt, dass dort die Juden arbeiten müssen. All dieses Nachdenken machte Oscar schwer zu schaffen. Es war inzwischen sehr spät geworden und Oscar war müde. Schließlich ließ er das Feuer ausgehen, zog sich seinen Schlafanzug an und ging zu Bett.

„Tok, Tok“, Oscar wachte auf. Was waren das für Geräusche die er dort hörte. Schon wieder: „Tok, Tok.“
Schnell zog er sich Schuhe an, eine Lampe und ging nach unten. Er wollte nun wissen, was dort war. Leise schlich er die Treppe hinunter, öffnete die Tür und spähte nach draußen.
Er erschrak, vor ihm standen drei etwa 1,80m große Männer. Der eine sagte: „Wir sind aus dem KZ ausgebrochen, könnten sie uns vielleicht etwas zu essen geben?
Oscar war sehr verwirrt. Was sollte er nun tun? Wenn er diesen Leuten half, beging er eine Straftat. Und wenn die Nazis herausfinden würden, dass er den Flüchtlingen geholfen hatte, würden sie ihn töten.
Einen kurzen Moment zögerte Oscar, doch dann ging er ins Haus, holte etwas Brot aus der Küche und gab es ihnen. Gierig fielen sie darüber her. Keiner sage etwas.
Eilig aßen die Männer das Brot. Oscar sah ihnen zu. Als sie fertig waren, fragte einer der Männer: „Wissen sie, wo wir uns verstecken können?“ „ Sicher, wenn ihr immer östlich geht kommt ihr in einen dichten Wald, dort werden die Nazis euch niemals finden. Wenn die Luft rein ist, könntet ihr von dort nach Weißrussland fliehen.“
Die Männer dankten Oscar und verschwanden wieder in der Dunkelheit in Richtung Wald.

„Was habe ich gemacht?“, dachte Oscar. Ja, er hatte Flüchtlingen geholfen. Damit war er jetzt für die Nazis ein Schwerverbrecher. Sollte er vielleicht auch fliehen?
„Nein“, sagte Oscar, „ ich will nicht weglaufen. Es bringt doch alles nichts. Die Nazis finden mich eh.“ Er ging wieder ins Bett, aber er nahm sich fest vor den Nazis keine
Auskunft über die Flüchtlinge zu geben.

„Anlegen! Und Feuer!“, brüllte der Offizier. Wieder drang Oscar der Schrei durch die Ohren, aber diesmal war die Situation etwas anders. In Sekundenschnelle spielten sich die letzten Stunden noch einmal vor seinen Augen ab.
Er war gerade aufgestanden, als es schon an der Tür geklopft hatte. Langsam war er zu ihr gegangen um sie auf zu machen. Sehr wohl ist ihm bei der ganzen Sache aber nicht gewesen.
Vor der Tür standen mehrere Soldaten. Der Offizier ging ohne ein Wort ins Haus und setzte sich auf den alten Sessel. Danach kamen noch vier andere ins Haus. Einer schloss die Tür hinter sich und blieb davor stehen. Oscar musste sich ebenfalls hinsetzten. Danach folgte ein Verhör, das ich als Erzähler nicht weiter erläutern möchte. Aber ich glaube ihr könnt euch vorstellen, wie die Nazis ihn behandelten, um herauszufinden was er mit den Juden gemacht hatte. Wahrscheinlich war sein Todesurteil aber sowieso schon geschrieben.

Eine kurze Passage möchte ich aber trotzdem noch wiedergeben:
„Sag uns jetzt endlich was du mit den Juden gemacht hast du scheiß Pole!“, brüllte der Offizier.
Oscar schwieg. Und zwar die ganze Zeit.
„Soldat, zeig es ihm“, sagte der Offizier.
Kurz darauf versetzte einer der Soldaten Oscar einen Hieb mit seinem Gewehr.

Hier möchte ich wieder schließen, aber ich weiß, dass sich diese Behandlung über mehrere Stunden hinweg zog.
Die Sonne war schon fast hinter den Wolken verschwunden,
als die Soldaten aus dem Haus herauskamen. Oscar schleiften sie hinter sich her nach draußen. Er blutete an vielen Stellen. Sie gingen mit ihm in den Wald. Dort musste er sich hinstellen.

Dann ertönte der Befehl: „Anlegen! Und Feuer!“ Mehrere Schüsse krachten. Oscar taumelte. Es hatten ihn zwei Schüsse in der Brust und ein Schuss im Bauch getroffen. Langsam sank er zu Boden, noch einmal bewegte er sich kurz, dann war er tot.

Von den Nazis ist er Hochverräter genannt worden, aber er hat sich für die Freiheit anderer, die er wahrscheinlich nicht einmal kannte, eingesetzt. Aber: Ist er ein Held?!

Rafael (14)